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Würzburger Trausaal -
oder: der lange Kampf für eine Selbstverständlichkeit

Stadtrat beschließt Öffnung des Trausaals!

"Traut Euch!" war das Motto des CSD Würzburg 2005 als Antwort auf die Ablehnung des Antrags für die Öffnung des Trausaals für schwule und lesbische Paare durch den Stadtrat. Die konservative Mehrheit aus CSU und Würzburger Liste des Stadtrates hat einen entsprechenden Antrag erneut abgeschmettert - wenn auch nur mit knapper Mehrheit. Erstmals wurde ein CSD-Demozug durch die Würzburger Innenstadt organisiert zu dem auch Würzburger Institutionen wie amnesty international, Verdi, WürzburgSPD, Pro Familia, Grüne, FDP, ÖDP und viele mehr aufgerufen haben. Zeitgleich haben wir eine Protest-Email- und Postkartenaktion gestartet gegen die Ausgrenzung von schwulen und lesbischen Paaren aus dem Trausaal. „Tür auf wir sagen Ja!“ blieb eine zentrale Forderung. Schwule und lesbische Paare sollen im Trausaal des Rathauses ihren Bund fürs Leben schließen dürfen. Warum soll dies einem Teil der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt untersagt bleiben? Mit trausaal2008.de ist die Toleranz Fabeik e.V. in den Kommunalwahlkampf gezogen und fordert Chancengleichheit für alle Menschen dieser Stadt. Die Stadtratswahlen haben die erhofften Mehrheitsverhältnisse mit sich gebracht, die eine aufgeschlossene, tolerante Politik für alle WürzburgerInnen erwarten lassen. Nun ist es soweit: Der Würzburger Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 24. Juli 2008 mit 37 JA-Stimmen und nur 8 Nein-Stimmen für die Öffnung des Trausaals gestimmt. Die Pressemittelung der Toleranz Fabrik e.V. finden Sie in den News.